Reisebericht Island

Island, Jökulsárlón, schwarzer Sandstrand, 2015, © Silly Photography
Island / Jökulsárlón, 2015
Reisebericht Island - Iceland
Vor 3 Jahren habe ich von Island die ersten Langzeitbelichtungen in schwarz-weiß gesehen.
Die Fotos haben mich fasziniert und ich wollte auch unbedingt mal nach Island.
Mit diesen Fotos hat auch meine Leidenschaft für Langzeitbelichtungen in schwarz-weiß begonnen.
Wie heißt es so schön:
WISH IT / DREAM IT / DO IT
 
Jetzt Anfang Juni ist es endlich soweit, es geht auf Fotoreise nach Island.
Island ist ein atemberaubendes Land mit einer traumhaften Landschaft.
Die Landschaft ist sehr wechselhaft, denn innerhalb von wenigen Kilometern 
ändert sich die komplette Erscheinung der Landschaft.
Mal lebendig grün, mal farblose Steinwüste, mal schwarze Küste, 
mal moosbedeckte Vulkanlandschaft, mal eisige Gletscherlandschaft und dann wieder triste Dünenlandschaft. 
Genauso wechselhaft ist auch das Wetter auf Island. 
Oft sind es die feinen und leisen Momente auf einer Reise, die am stärksten in Erinnerung bleiben.
Genau diese leisen Momente möchte ich von Island festhalten.
In meinem Reisebericht zeige ich fast ausschließlich Langzeitbelichtungen, denn in so einem atemberaubenden Land
ist es schön diese Momente für einige Sekunden oder Minuten festzuhalten.
Diese Art der Fotografie ist auch sehr entspannend, denn man genießt die traumhafte Landschaft und die Ruhe beim Fotografieren.
Am Donnerstag, den 04.06.2015, fliegen wir um 22:30 von Hamburg nach Keflavik.
Als wir uns um 02:30 vom Flughafen Keflavik auf dem Weg in unser Hotel in Reykjavik machen, ist es immer noch hell.
Es wird um diese Jahreszeit in Island nicht wirklich dunkel.
Die Sonne geht um 23:40 unter und um 03:30 wieder auf und auch in den wenigen Stunden zwischen
Sonnenuntergang und Sonnenaufgang wird es nicht dunkel.
Freitag, den 05.06.2015, verbringen wir im Golden Circle der weiteren Umgebung von Reykjavik.
Unser erster Fotostop ist der Wasserfall Öxarárfoss im Pingvellir Nationalpark. 
Auch wenn es nur ein kleiner Wasserfall ist, ist es ein beeindruckender Anblick.
Island, Öxarárfoss, Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photograph
Island / Öxarárfoss, 2015

Anschließend machen wir einen Fotowalk durch die Allmännerschlucht im Pingvellir Nationalpark.

Der Nationalpark gehört seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Durch die wild zerklüftete Schlucht aus dunklem Fels verläuft auch die Grenze zwischen der europäischen Kontinentalplatte

und der amerikanischen Kontinentalplatte, die jedes Jahr um einige Zentimeter weiter auseinanderdriften

und Island so um einige Zentimeter wachsen lassen.


Island, Pingvellir, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Pingvellir, 2015

Von dort geht es weiter nach Laugarvatn in unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte.

Vor dem Sonnenuntergang fahren wir zum Wasserfall Bruarfoss.

Wir parken in der nahegelegenen Siedlung und kämpfen uns durch eine matschige Ebene mit Sträuchern zum versteckt gelegenen

Wasserfall und der gigantischen Gletscherkulisse im Hintergrund.

Für diese traumhafte Kulisse hat sich der Weg gelohnt, denn der Wasserfall mit seinem türkisblauen Wasser ist atemberaubend schön.

Der Fluss stürzt in eine Spalte und das türkisblaue Wasser fällt in vielen kleinen Wasserfällen auf gegenüberliegenden Seiten hinab.

Da der Wasserfall gut versteckt ist, sind wir an diesem Abend alleine vor Ort.

 

Island, Bruarfoss,Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Bruarfoss, 2015

Am Samstag, den 06.06.2015, geht es um 03:30 zum Wasserfall Gullfoss im Golden Circle.

Eigentlich wollen wir auf die andere Seite des Wasserfalls, aber einige Kilometer vor unserem Ziel, ist die Straße gesperrt.

Also drehen wir um und fahren an die Touristenseite des Gullfoss, aber in diesen frühen Morgenstunden sind wir auch hier alleine vor Ort.

Die Hvitá - der weiße Fluss - stürzt über zwei gegenüberliegenden Fallstufen gut 30 Meter in eine enge Schlucht

Kein Wasserfall in Europa kann sich mit dem Gullfoss messen.

In seiner Unbändigkeit und Raserei übertrifft er sogar die Niagarafälle in den USA.

Der Gullfoss ist ein einzigartiges Naturphänomen, in den frühen Morgenstunden bildt sich in der Gischt des Wasserfalls ein Regenbogen.

 Der Gullfoss - Goldener Wasserfall - soll einer der schönsten Wasserfälle Islands sein.

Für mich sind aber der Bruarfoss und der Skógafoss die schönsten Wasserfälle.

 

Island, Gullfoss, Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Gullfoss, 2015
Island, Gullfoss, Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Gullfoss, 2015

Vom Gullfoss geht es zurück in unsere Unterkunft.

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir zur Schlucht Gjáin.

Einem Tal mit zahlreichen Wasserfällen im Süden Islands.

Am Ende der Schlucht befindet sich der Wasserfall Gjárfoss.


Von Gjáin aus machen wir uns auf dem Weg zu einem weiteren Wasserfall.

Aber leider ist einige Kilometer vor unserem  Ziel  wieder die Straße gesperrt und eine Weiterfahrt in Richtung Wasserfall ist nicht möglich.

Da man auf Höhe der Straßensperrung einen tollen Blick über einen Fluss auf eine Gletscherkulisse hat, machen wir dann hier in der

idyllischen Landschaft einen Fotostop.

 

Island, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island, 2015

Weiter geht es in den Golden Circle zum Strokkur - Geysir im Thermalfeld Haukadalur.

Als wir den Geysir am späten Nachmittag erreichen wimmelt es hier von Touristen.

Also beschließen wir am Abend noch einmal wieder zu kommen und erkunden für später schon mal die Location.

Da wir ja eine kurze Nacht hatten und schon seit 3:30 auf den Beinen sind, geht es für 2 Stunden zurück in unsere Unterkunft.

Nachdem wir nun lecker Hamburger essen waren geht es gegen 21:30 nochmal zum Strokkur - Geysir.

Nun ist es hier auch deutlich leerer.

Der Strokkur - Butterfass - ist ein Geysir der alle paar Minuten seine 20 - 35 Meter hohe Wasserfontäne in den Himmel schießt. 

Kurz vor der dem Ausbruch bildet sich eine bläuliche Blase. 

Das Wasser hat an der Oberfläche eine Temperatur von über 100°.

Nach vollendeter Aktion fällt das Wasser wieder nach unten und es ist nur noch Dampf zu sehen.

Nach ein paar Minuten bricht der Geysir dann wieder aus.

Die Dämpfe im Thermalfeld riechen unangenehm schweflig nach faulen Eiern.


Island, Strokkur - Geysir, Dampfblase, 2015, © Silly Photography
Island / Strokkur - Geysir, 2015
Island, Strokkur - Geysir, Wasserfontäne, 2015, © Silly Photography
Island / Strokkur - Geysir, 2015

Am Sonntag, den 07.06.2015, fahren wir über die Ringstraße weiter in Richtung Südosten.

Die Ringstraße entlang der Südküste bietet viel Abwechslung und vor allen dramatische Landschaften.

Unser erster Fotostop am heutigen Tag ist eine Kirche auf einem Hügel in Vik i Myrdal, dem südlichsten Ort in Island.

 

Island, Vik i Myrdal, Kirche, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Vik i Myrdal, 2015

Weiter geht es zum Canyon Fjaôrárgljúfur im Südosten.

Die Schlucht hat eine Länge von circa 2 Kilometer und ist an einigen Stellen bis zu 100 Meter tief.

Durch die Schlucht fließt der Fluss Fjaôrá.

Durch die Kraft des fließenden Wassers, das sich von den Gletschern seinen Weg durch das Gestein bahnte ist über

Jahrtausende diese schöne Schlucht entstanden.

 Als erstes gehen wir den Berg hinauf und genießen den Blick von oben in die tiefe Schlucht.

Anschließend geht es an den Fluss um hier in Ruhe Langzeitbelichtungen von dem Canyon zu machen.

 

Island, Fjaôrárgljúfur Canyon,Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Fjaôrárgljúfur Canyon, 2015

Von Canyon fahren wir zur Gletscherlagune Jökulsárlón und verbringen hier den restlichen sonnigen Nachmittag.

Jökulsárlón ist die tiefste, größte und schönste Gletscherlagune in Island und eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten.

Die Gletscherlagune ist bekannt für die treibenden Eisberge, sie lösen von dem Gletscher Breiôamerkurjökull.

In den Eisbergen sind Farbunterschiede zu beobachten, das Schwarz kommt von vulkanischer Asche und das Blau von unterschiedlichen

Kristallen im Eis und deren Reflexion in der Sonne. 

Es ist schon sehr beeindruckend vor so einer tollen und außergewöhnlichen Kulisse zu stehen

und die schwimmenden Eisberge zu beobachten.


Island, Jökulsárlón, Gletscherlagune, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Jökulsárlón, Gletscherlagune, 2015

Anschließend fahren wir nach Hali in unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage.

Unserem  Lost " Übernachtung" Places auf Island.

Der Hof sieht von außen schon nach Lost Places aus, aber innen ist alles ganz frisch und liebevoll renoviert.

Es ist ein tolles Bed & Breakfast in einer idyllischen Umgebung.

Direkt am Hof gibt es eine kleine Kirche, einen kleinen alten Friedhof und eine Schafweide. 

Nach einem leckeren Abendessen geht es nochmal zur Gletscherlagune Jökulsárlón um die Magie des Eises

im Abendlicht nochmal in Ruhe zu genießen.

 

Island, Jökulsárlón, Gletscherlagune, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Jökulsárlón, Gletscherlagune, 2015

Am Montag, den 08.06.2015 geht es nach einem leckeren Frühstück im Bed & Breakfast an den schwarzen Sandstrand von Jökulsárlón.

Die Gletscherlagune ist durch einen kleinen Fluss mit dem Meer verbunden, so werden Eisblöcke an den schwarzen Sandstrand gespült.

Die blauen und kristallklaren Eisblöcke die den langen schwarzen Sandstrand säumen sind ein außergewöhnlicher und toller Anblick.

 

Islaland, Jökulsárlón, schwarzer Sandstrand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Jökulsárlón, 2015

Weiter geht es zum kleinen abgelegenen Gletschersee Fjallsárlón.

In den ersten 3 Tagen hat Island sich uns von seiner sonnigen Seite gezeigt. Aber heute zeigt Island uns

seine faszinierende stürmische Seite.

Am Ufer des Gletschersees stemmen wir uns gegen die starken Windböen und hinter dem Gletscher zieht eine

dunkle bedrohlich wirkende Regenfront auf.

Auf Grund des extrem starken Windes sind hier keine Langzeitbelichtungen möglich.

 

Island, Fjallsárlón, Gletschersee, 2015, © Silly Photography
Island / Fjallsárlón, 2015
Island, Fjallsárlón, Gletschersee, 2015, © Silly Photography
Island / Fjallsárlón, 2015

 Weiter geht es über die Ringstraße zum Vestrahorn 12 Kilometer östlich von Höfn.

Einem Fotostop auf den ich mich ganz besonders freue.

Vom Stokksnes Sandstrand bestaunen wir das Bergpanorama im Sturm.

Der Berg am Vestrahorn entstand in der Eiszeit.

Das Bergmassiv besteht aus vielen steilen Bergspitzen und ist ein einzigartiges Bergpanorama.

Da der Stokksnes Sandstrand etwas vor dem Sturm geschützt ist, kann ich hier Langzeitbelichtungen machen und

bin von diesem atemberaubenden Ort total überwältigt.

Es ist für mich der schönste Ort auf Island und ich hätte noch Stunden vor dieser herrlichen Kulisse verbringen können.

 

Island, Vestrahorn, Stokksnes Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Vestrahorn, 2015
Island, Vestrahorn, Stokksnes Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Vestrahorn, 2015

Am Dienstag, den 09.06.2015, fahren wir wieder die Küste entlang zurück in Richtung Westen.

Unser erster Fotostop ist der kleine aber feine Wasserfall Kvernufoss.

Wunderschön schlängelt sich der vom Wasserfall kommende Fluss durch die grüne isländische Landschaft. 

 

Nachmittags geht es an dem schwarzem Strand von Vik i Myrdal.

Der schwarze Strand besteht aus Lava und vor der Küste befinden sich die schwarzen Felsnasen Reynisdrangar, die

aus dem Meer ragen und ein beliebtes Fotomotiv sind.

Eine Legende besagt, das es sich bei den markanten Felszinnen um zu Stein erstarrte Trolle handelt.

Wenn man am Strand seinen Blick in die andere Richtung wendet, sieht man die Halbinsel Dryhólaey.

An diesem Nachmittag ist das Meer mit starker Brandung wild und aufgewühlt.

 

Island, Vik i Myrdal, Reynisdrangar, schwarzer Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Vik i Myrdal, Reynisdrangar, 2015
Island, Vik i Myrdal, Reynisdrangar, schwarzer Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Vik i Myrdal, Reynisdrangar, 2015
Island, Dryhólaey, Vik i Myrdal, schwarzer Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Dryhólaey, 2015

Weiter geht es zu einem Flugzeugwrack am Strand in der Nähe von Vik i Myrdal.

1973 verunglückte eine Douglas Super DC-3 der US Navy an der isländischen Küste.

Das Flugzeugwrack liegt seitdem an der selben Stelle am schwarzen Strand.

Das Wrack wirkt an dem Strand sehr surreal.


Island, Flugzeugwrack, schwarzer Strand, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Flugzeugwrack, 2015

An diesem Abend geht es noch zum bekannten Skógafoss Wasserfall.

Ich freue mich auf diese traumhafte Kulisse.

Es ist ein wunderschöner und beeindruckender Wasserfall und um diese Zeit sind auch nicht mehr so viele Touristen vor Ort.

Nachdem sich damals die Küstenlinie nach Süden verschoben hatte, blieb über endliche Kilometer ein

riesiger Steilabfall vom isländischen Hochland in Richtung Meer übrig.

Von dieser riesigen Steilküste stürzt der Skógafoss über eine Breite von 25 Metern 60 Meter in die Tiefe.

Vor diesem mächtigen Wasserfall kommt man sich wahnsinnig klein vor.

Erst wenn man einen Größenvergleich hat, lässt sich erahnen aus welcher Höhe das Wasser in die Tiefe stürzt.

Ein Mensch ist nur so groß, wie der kleine Felsen, der in der Gischt des Wasserfalls zu sehen ist.

Der Skógafoss versprüht durch das in die Tiefe stürzende Wasser eine Menge Gischt.

 

Island, Skógafoss, Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Skógafoss, 2015

Am Mittwoch, den 10.06.2015 zeigt Island uns seine regnerische Seite. Es ist den ganzen Tag sehr grau und sehr regnerisch.

Unser erster Fotostop ist der Vulkankrater Keriõ, einem unter Naturschutz stehenden Kratersee im Süden Islands.

 

Von dort geht es weiter zum Hjalparfoss Wasserfall. 

Aus dem isländischen übersetzt "Hilfewasserfall".

Hier stürzt der Fluss Fossá i Pjórsárdal malerisch zwischen Basaltsäulen in 2 Spalten 20 Meter in die Tiefe.

 

Heute ist der Tag der Wasserfälle und wir fahren weiter zu,m Pjofafoss, 

einem etwas versteckten Wasserfall des Flusses Pjórsá.

Trübes Gletscherwasser donnert hier in breiter Front über Felsen.

      Auch bei Regen ist das ein schöner und beeindruckender Anblick.

 

Island, Pjofafoss, Wasserfall, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Pjofafoss, 2015

Nach einem leckeren Abendessen besuchen wir den berühmten Wasserfall Seljalandsfoss.

Dieser liegt direkt an der Ringstraße im Süden in der Nähe des Skógafoss Wasserfalls.

Der Fluss Seljalandsá stürzt hier 66 Meter tief über die ehemalige Küstenlinie.

Das Besondere an dem Seljalandsfoss ist, das man dicht an die Seite und auch hinter den Wasserfall gehen kann und durch den

Wasserschleier auf die Landschaft vor dem Wasserfall blickt.

Beim Anblick des Seljalandsfoss von der Seite ist keine Langzeitbelichtung möglich, da die Gischt des Wasserfall hier extrem sprüht,

Eigentlich zeigt der Wasserfall sich in den Abendstunden in intensiven Farben und man kann seitlich vom Wasserfall die untergehende

Sonne sehen. Aber heute an dem regnerischen Tag ist es leider nur grau.

 

Island, Seljalandsfoss, Wasserfall, 2015, © Silly Photography
Island / Seljalandsfoss, 2015

Am Donnerstag, den 11.06.2015 geht es nach dem Frühstück los. 

Heute ist leider schon unser letzter Tag auf Island.

Nach dem regnerischen Tag gestern zeigt Island uns heute wieder seine sonnige Seite.

Als erstes fahren wir zum türkisfarbenen See Grænvatn.

Bei dem See handelt sich um einen trichterförmigen Vulkan der auf Grund des im Wasser vorhandenen Kieselgur

in einem leuchtenden Türkis strahlt. Er ist mit seinen 300 Meter Durchmesser der größte Explosionskrater Islands.

 

Weiter geht es zum nur wenige Minuten entfernten Geothermalfeld Seltún. Hier riecht die Luft nach faulen Eiern.

Der Berghang leuchtet hier in allen Regenbogenfarben und auf Holzstegen kann man die dampfenden Erdlöcher, Schlammtöpfe

und die 300° C heißen Schlammquellen hautnah erleben.

Ein beeindruckendes Erlebnis, aber auf Grund des extrem schwefeligen Geruchs kann man sich hier nicht sehr lange aufhalten.

 

Weiter geht es zum See Kleifarvatn, der sich 25 Kilometer entfernt von Reykjavik befindet.

Der See ist ein Teil des Vulkansystems von Krysuvik mit heißen Quellen im südlichen Teil des See.

Berge rahmen den See von allen Seiten ein.

Wir sind hier ganz alleine vor Ort und machen in der herrlichen ruhigen Landschaft Langzeitbelichtungen

und genießen die Stille, die Sonne und die Landschaft.

 

Island, Kleifarvatn, See, Langzeitbelichtng, 2015, © Silly Photography
Island / Kleifarvatn, 2015

Weiter geht es an die Küste nach Selatangar einem alten Fischereiplatz, der vom Mittelalter bis 1884 benutzt wurde.

Von dort aus ruderten die Bauern mit ihren offenen Booten aufs Meer hinaus. 

Man sieht hier noch die Überreste der alten Fischerbuden in denen der getrocknete Fisch aufbewahrt wurde.

Vom Parkplatz aus machen wir eine kleine Wanderung an die Küste zu den alten Fischerbuden um dort Langzeitbelichtungen zu machen.

 Es ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, wie alt diese Überreste sind.

 

Island, Selatangar, alter Fischereiplatz, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Selatangar, 2015

Weiter fahren wir zum Hochtemperaturgebiet Gunnuhver.

Gunnuhver ist ein hochaktives geothermisches Gebiet mit Schlammquellen und Dampföffnungen auf

dem südwestlichen Teil der Halbinsel Reykjanes.

Hier kann man auf Holzwegen einen Blick in die Schlammquellen werfen.

Die Temperaturen unter den Quellen betragen 300° und der aufsteigende über die Landschaft ziehende Dampf

raubt einen zeitweise die Sicht.

Auch hier liegt wieder der Geruch nach faulen Eiern in der Luft.


Island, Gunnuhver, Hochtemperaturgebiet, 2015, © Silly Photography
Island / Gunnuhver, 2015

Wir fahren von dort weiter in Richtung Küste.

Die Landschaft hier ist von Vulkanismus geprägt, soweit das Auge reicht nur dunkle vulkanische Klippen.

Malerisch thront hier auch Islands ältester Leuchtturm Reykjanestviti auf einem kleinen Hügel.

An der Steilküste Reykjanesta ist unser letzter Fotostop der Islandreise.

Wir genießen hier die letzten Stunden mit der wunderbaren Stille und der traumhaften Landschaft,

denn auch hier sind wir wieder alleine vor Ort.

 

Island, Leuchtturm Reykjanestviti, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Leuchtturm Reykjanestviti, 2015
Island, Reykjanesta, Steilküste, Langzeitbelichtung, 2015, © Silly Photography
Island / Reykjanesta, 2015

 Gegen 21:00 machen wir uns auf dem Weg zum Flughafen Keflavik.

Am Freitag, den 12.06.2105 um 1:00 geht unser Flieger von Keflavik zurück nach Hamburg.

 

Es war eine tolle Woche mit wahnsinnig vielen schönen Eindrücken.

Island ist ein atemberaubendes Land mit einer traumhaften Landschaft.

Ich würde gerne noch ein weiteres Mal dieses außergewöhnliche Land besuchen.

 

Und wie heißt es doch so schön:

WISH IT / DREAM IT / DO IT

 

 Fotos von Island findet Ihr auch in den Rubriken Reisen und Farbwelt.

 

Die Fotos sind auch als Poster, Bild auf Leinwand oder Bild auf Acrylglas erhältlich.

 Ihr findet eine Auswahl in meinem Bilder-Shop.

Sollte dein Lieblingsfoto nicht dabei sein, dann kontaktiere mich gerne über das Kontaktformular.

 

Für 2016 ist auch ein Island - Iceland Kalender von mir im Buchhandel erschienen.

Hier geht es zu meinen Kalendern bei Calvendo oder schaut in meinem Shop vorbei. 

 

 


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Kommentare: 4
  • #1

    Michael K. (Dienstag, 14 Juli 2015 21:38)

    Ein toller Bericht mit super tollen Bildern.
    Ich möchte auch mal nach Island.

  • #2

    Silly Photography (Mittwoch, 15 Juli 2015 14:50)

    Vielen Dank Michael K.
    Du solltest unbedingt mal nach Island fahren, Es ist ein traumhaftes Land.

  • #3

    Dirk (Donnerstag, 16 Juli 2015 15:23)

    Die Bilder sind der Hammer!!!

  • #4

    Silly Photography (Donnerstag, 16 Juli 2015 21:09)

    Vielen Dank Dirk.